Social Impact Measurement

Es gibt unzählige gemeinnützige Projekte, die ihren Teil dazu beitragen wollen, die Welt ein kleines Stückchen besser zu machen. Hinter der Arbeit im sozialen Bereich steht dabei immer der Traum, ein bestimmtes gesellschaftliches Problem zu lösen. Doch oftmals scheitern solche Projekte daran, dass aufs Geratewohl Maßnahmen ergriffen werden die im ersten Moment logisch erscheinen, jedoch ohne vorher zu prüfen, ob diese überhaupt in gewünschtem Maße zum Ziel führen. Um solchen Problemen vorzubeugen, gibt es die sogenannte soziale Wirkungsmessung, auch Social Impact Measurement (SIM) genannt. Mit Hilfe dieser Methode lässt sich bestimmen, ob man mit seinem Projekt das gesteckte Ziel realistischer Weise erreichen kann und an welchen Stellschrauben sich  die Ergebnisse optimieren lassen. Des Weiteren lernt man mit Hilfe der SIM verstehen, welche Maßnahmen in welchem Grad zu der gewünschten Wirkung des Projekts auf die entsprechende Zielgruppe beitragen und welche unnötig sind. Doch die SIM bedeutet einen zeitlichen Mehraufwand und steht damit in Konkurrenz zur eigentlichen Projektarbeit. Berechtigter Weise fragen sich somit viele Projektleiter, ob sich der Aufwand dafür lohnt. Die Antwort ist JA!

Social Impact Measurement hilft dabei, die Effekte des eigenen Projekts auf die Zielgruppe empirisch nachzuweisen. So hat man die Möglichkeit, mit Hilfe fundierter Analysen Mitarbeiter, Geldgeber und Spender davon zu überzeugen, dass das Konzept zu einer besseren Welt beiträgt. Das fördert einerseits die Motivation auf Mitarbeiterseite, andererseits die Höhe der Investitionen, die von außen in das Projekt getätigt werden. Gleichzeitig liefert die SIM Ergebnisse, mit denen man seine eigene Arbeit optimieren kann. Mit sozialer Wirkungsmessung investiert man somit in die Qualität der Projektarbeit und in die Zukunft der ganzen Organisation.

Doch wie funktioniert das Ganze? Social Impact Measurement besteht aus drei Schritten. Zunächst ist es wichtig, die Ziele der Arbeit konkret zu formulieren. Dabei ist es wichtig diese realistisch zu stecken und eine Operationalisierung sowie einen Zeitplan mit zu berücksichtigen. Steht dieses Konzept, folgt die Entwicklung einer Wirkungskette. Hierbei werden konkrete Aktivitäten, deren direkte Auswirkungen und die Auswirkungen auf das Hauptziel aufgeführt. Die Wirkungskette zeigt, wie alle Aktivitäten, Produkte, Services und Investitionen mit dem übergeordneten Ziel verbunden sind. Das Ergebnis dieser Aufstellung ist eine theoretische Annahme, mit der man Kosten und Nutzen in Relation setzen und somit die Tauglichkeit einzelner Punkte überprüfen kann. Der letzte Schritt einer SIM ist die Überprüft der Wirkungsstrategie mit eigenen Daten, um aus den Erfolgen und Fehlern zu lernen. Damit dieses möglich ist, ist es wichtig Maße einzuführen, mit denen man das gesetzte Ziel beziffern kann. Diese könnten zum Beispiel Bewertungen, Höhe von Spenden oder die Anzahl geretteter Tiere sein. Mit Hilfe dieser Daten ist es nun möglich, die gesellschaftlichen Folgen der Projekt-, Unternehmens- oder Organisationsarbeit zu erfassen und anhand der gesteckten Ziele zu überprüfen. Dies bewirkt neben einer effizienteren Arbeitsweise einen gestärkten Zusammenhalt im Team und eine gute Grundlage für die Förderer des Projekts.

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Beispiel einer Wirkungskette gegen Simsen beim Autofahren.

http://www.trendradar.org/de/analyse/social-impact-measurement-ueberzeugend-die-wirkung-eines-sozialen-projektes-nachweisen/

 

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