Die Wirkung von Meditation auf Beziehungen

Wir kennen Meditation als weit verbreitete Technik, um zu lernen sich zu fokussieren und Ruhe und Gelassenheit in das eigene Leben zu bringen. Man beschäftigt sich in erster Linie mit sich selbst, seinem eigenen Erleben und Befinden und der emotionalen Situation, in der man gerade steckt. Daraus könnte man schließen, dass man mit Meditation ausschließlich etwas für sich selber tut. Doch anscheinend ist das zu kurz gedacht. Laut Emma Seppälä, der Wissenschaftsdirektorin des Center for Compassion and Altruism Research and Education der Stanford University ist Meditation nicht nur gut für unser eigenes Wohlbefinden, sondern wirkt sich zudem positiv auf unsere Beziehungen aus:

In erster Linie dienen Meditationspraktiken dazu Stress abzubauen. Stress macht uns zu egoistischen Wesen. In der heutigen, schnelllebigen Welt glückt es uns meist nicht, diesen nach Feierabend abzuschütteln, sodass wir ihn abends mit nach Hause nehmen. Wenn wir gestresst sind, muss somit der Partner oft darunter leiden. Wir regen uns viel leichter über Kleinigkeiten auf und sind unausgeglichen, obwohl wir wissen, dass die Quelle dieser Unzufriedenheit ganz woanders liegt. Dies kann auf Dauer zu einer Distanzierung der Partner führen. Doch wenn wir in der Lage sind, den Stress durch Meditation abzubauen, entstehen weniger Spannungen in der Partnerschaft und die Beziehung bleibt stabil.

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Des Weiteren kann man mit Meditation die Empathiefähigkeit trainieren. Sind wir empathischer, fühlen wir uns anderen Menschen gegenüber näher und begegnen ihnen auf einer anderen Ebene. Wir sind in der Lage tiefere Bindungen einzugehen und diese besser zu pflegen, was zu generell zu stabileren, zwischenmenschlichen Beziehungen führt.

Ein dritter Effekt von Meditation ist die Steigerung der eigenen Zufriedenheit und das Entwickeln einer positiven Sichtweise auf die Welt. Wenn wir glücklich sind, wirken wir ganz anders auf unsere Umwelt, als wenn wir unter Stress stehen. Es macht uns sowohl sympathischer, als auch leistungsfähiger und fördert die Attraktivität. Es fällt uns in diesem Zustand wesentlich leichter, neue Menschen kennenzulernen und schon vorhandene Beziehungen aufrecht zu erhalten.

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Mit Meditation kann man somit laut Seppälä nicht nur sich selbst stärken, sondern auch seine sozialen Bindungen und sich zu einem rundum glücklichen Menschen machen.

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